wenig+wenig+wenig = frei.

Diese Ratschläge brauche ich. Wochenende-Projekt (wenigstens anfangen werde ich müssen!!%ç%£!)

Artikel  von experimentselbstversorgung.net

Kleiderschrank minimalistisch!

Was brauchst du wirklich?

Hast du auch so viele Klamotten im Kleiderschrank oder auf dem Dachboden? Vielleicht gar nicht, weil du auf Shoppen und neue Outfits stehst. Vielleicht bist du auch so ein „nur-für-den-Fall-dass…“-Typ.

Letzteres trifft auf mich zu. Man könnte es ja nochmal brauchen, oder es könnte mir irgendwann wieder gefallen. Ja und dann ärgert man sich später! Wirklich?

Lange Zeit dachte ich auch, dass ich mir all die Klamotten aufhebe um sie umzuschneidern und neues daraus zu schaffen. Dazu habe ich auch noch großzügig geschenkte Second Hand Kleidung aus der Verwandtschaft angenommen, wo ich schon vorher wusste, dass ich sie in der Form sicher nicht tragen werde…

Loslassen – auch von Ideen

Dankenswerterweise hat mich eine Kommentatorin in einem älteren Artikel von mir(über‘s „Weglassen“ und „Loslassen“ von Dingen) inspiriert, dass man auch „alte Ideen“ loslassen kann oder sogar soll. Das hat so einen Knoten in mir gelöst (Danke!) und ich habe mir eingestanden, dass ich sowieso keine Upcycling-Designerin werde, weil mir dazu Klamotten einfach auch zu wenig wichtig sind. Im Endeffekt trage ich sie, bis auf wenige Ausnahmen, so wie sie sind – und aus. Für das bisschen Rumbasteln ab und zu, brauche ich vielleicht ein Kleidungsstück pro Jahr.

Ausmisten ist angesagt!

Seit ich oben genanntes realisiert habe, nahm ich mir fix und fest vor, endlich all meine Kleidung radikal auszumisten. Ich hab das richtig zelebriert an einem Sonntag Nachmittag. Kiste für Kiste (und ja, es waren viele) habe ich vom Dachboden runter geholt und mir nur meine Lieblingsteile rausgesucht. Ich habe versucht nach ein paar selbst festgesetzten „Regeln“ vorzugehen:

Alles, was

  • bequem sitzt,
  • schlicht,
  • kombinierbar,
  • und qualitativ hochwertig ist,
  • was man auch tragen kann, wenn es mal „angemessen“ sein soll,

darf bleiben.

Alles, was

  • nicht passt (ach was!),
  • zu schrill und ausgefallen,
  • irgendwie unpraktisch/unbequem ist,
  • mir zwar gefällt, mich darin aber nicht so wohl fühle,
  • oder worin man unangenehm schwitzt (= Qualität),
  • mehrfach vorkommt (4 lila Shirts?),

fliegt raus.

Nach diesem Muster fiel es mir sehr leicht, mich an einem Nachmittag durch meine Klamotten durchzuarbeiten. Klar, war das eine oder andere Teil dabei, wo ich dachte „Ja okay, ich hatte es zwar nie an, aber es ist so schön und vielleiiicht…“ – nun gut, darf es halt erst mal bleiben🙂

Es wird ja nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich ausmiste – sollte man eh regelmäßig tun. Mir gefällt eine der MinimalistInnen-Ideen sehr gut: Kommt was Neues, muss ein altes Teil raus. (In meinem Fall bedeutet „neu“ halt meist eh auch „alt“ weil Second Hand, hehe)

Bin ich meine Kleidung?

Schön, dass ich jetzt auch so beschlossen habe keine Energie mehr darin zu investieren mich über meine Kleidung zu definieren. Habe ich zwar bewusst nie so gemacht, aber beim Nachdenken darüber „Warum fällt es dir so schwer dich davon zu trennen?“ wurde mir klar: Wenn es mir wirklich egal wäre, wie ich in Klamotten aussehe, hätte ich nur noch zwei Schlabber T-Shirts. Mein Mittelweg ist nun, zu nehmen worin ich mich wohlfühle – auch unter anderen Menschen.

Ein gutes Gefühl

Es tut sooo gut. Ich fühle mich viel freier und kann wieder atmen! Auch wenn ich es in meinem Kleiderschrank selbst, immer gut geschafft habe, ihn minimalistisch und „halb leer“ zu halten. Trotzdem haben mich die Kisten voll Kleidung auf dem Dachboden bedrückt.

Ich habe echt lange hin und her überlegt, weil ich diese Kisten auch als meine „Vorrat“ gesehen habe, so dass ich nie wieder wirklich Kleidung kaufen muss. Aber in Wirklichkeit, werden Klamotten in luftdichten Kisten nicht unbedingt besser. Sie riechen einfach komisch und ich weiß auch nicht, ob ihnen dieses ewige heiß-kalter von Sommer und Winter bekommt. Irgendwann finden es vielleicht die Motten und.. nein. Schluss damit – ich fühle mich wohl mit meiner Entscheidung.

Es gibt immer mehr Second Hand Läden und ich glaube, dass sie auch mehr werden – von daher hab ich auch keine Angst, dass ich in Zukunft neue Kleidung kaufen muss – denn dies würde wiederum bedeuten, dass erneut unnötig Ressourcen wie fruchtbarer Boden (Baumwollanbau), Wasser (Anbau und Verarbeitung), Energie und so weiter verschwendet werden würden. Auch bei fairem Handel. Es gibt einfach genug Klamotten auf dieser Welt!

Meine Garderobe…

…besteht nun aus nur einer Klappkiste voll Klamotten, die ich in Verwendung habe. Eine mäusedichte Plastikbox voll mit Reserve- und ich-kann-mich-noch-nicht-entscheiden-Klamotten darf einstweilen wieder auf den Dachboden. Und sie ist schön luftig befüllt und nicht voll gestopft.

Meine Klamotten – endlich weniger!

Was tun mit den alten Klamotten?

Verschenken, verkaufen oder, wie ich es mit dem Rest machen werde, den ich nicht mehr verschenkt habe: In Kost-Nix-Läden geben. Finde ich ein super Konzept! Und ich bin dankbar, wenn ich mir dort auch mal was holen kann, wenn ich etwas brauche.

Und dein Kleiderschrank?

Wie geht es dir da? Hast du auch zu viel Zeug und wie stehst du dazu? (Mir war das ja lange einfach egal) Oder hattest du noch nie viel Kram?

Ach, ich fühl mich so frei😀

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